KFZ Sachverständige für Fahrzeugbewertung und Unfallrekonstruktion

KFZ Gutachter helfen ihnen nach einem Unfall
Es hat geknallt - Sie sind in einen Autounfall verwickelt. Nach dem ersten Schrecken sollten Sie nun umsichtig und überlegt handeln, damit es am Unfallort und auch im Nachhinein mit der Abwicklung des Schadens nicht zu weiteren Problemen kommt.

Hierfür haben wir für Sie nützliche Tipps im Schadensfall zusammengestellt KFZ Gutachter.

Tipp: Alle wichtigen Infos auch als PDF herunterladen.

Autounfall - was tun? Checkliste als PDF
Europäischer Unfallbericht als PDF

Wie verhalte ich mich am Unfallort richtig?
Nach einem Unfall ist es wichtig die Ruhe zu bewahren und Folgendes zu beachten:

1. Absicherung der Unfallstelle
Warnblinkanlage einschalten
Warnweste anziehen
Warndreieck in etwa 100 Metern Entfernung aufstellen
bei geringfügigen Schäden das Kfz umgehend aus der Gefahrenzone entfernen
bei größeren Schäden keine Unfallspuren beseitigen und abwarten, bis der Unfall aufgenommen wurde
2. Versorgung der Verletzten und Rettungskräfte informieren
110 oder 112 wählen (kostenlos über Notrufsäule, Telefonzelle, Handy)

3. Dokumentation Unfallort und Fahrzeuge

Ausweispapiere des Unfallgegners zeigen lassen
wichtige Daten notieren z. B. Kennzeichen, Anschrift Fahrzeughalter, Versicherer, Vertragsnummer
genauen Ort und die Zeit des Unfalls festhalten
Fotos vom Unfall und den beteiligten Fahrzeugen machen
Namen und Anschriften von möglichen Unfallzeugen notieren
Unfallbericht aufsetzen und von allen Beteiligten unterschreiben lassen
4. Schaden beim Versicherer melden

Zum Download für Sie: Autounfall - was tun? Checkliste als PDF

Welche Infor­ma­tionen sind unbe­dingt mit anderen Betei­ligten auszu­tau­schen?
Kennzeichen des Unfallgegners
Anschrift des Fahrzeughalters
(Achtung: Wenn der Fahrer nicht der Fahrzeughalter ist, auch die Angaben des Fahrers notieren!)
Art der Unfallbeteiligung
Versicherer des Unfallverursachers
(Tipp: Der Zentralruf der Autoversicherer ermittelt unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 25 026 00 die zuständige Versicherung des Unfallverursachers.)
Vertragsnummer
Genauen Ort und Zeitpunkt des Unfalls
Namen und Anschriften von möglichen Zeugen
Wann muss die Polizei mitein­be­zogen werden?
Die Polizei sollte auf jeden Fall dann einbezogen werden, wenn durch den Unfall Personen zu Schaden gekommen sind bzw. verletzt wurden. Auch bei schweren Sachschäden oder Unfallbeteiligten, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehen, sollte die Polizei gerufen werden. Kommt es dagegen nur zu leichten Blechschäden, ist es grundsätzlich nicht notwendig, aber auch nicht verboten.

Ist die Schuldfrage nicht eindeutig klar oder sind z.B. Fahrer bzw. Fahrzeuge beteiligt, die im Ausland wohnen bzw. zugelassen sind, empfiehlt sich ebenfalls die Zuhilfenahme der Polizei.

Tipp: Notieren Sie sich vor Ort Namen und Dienststelle der Beamten für eventuelle Rückfragen im Anschluss.

Wann muss die Versicherung miteinbezogen werden?
Sollten Sie in einen Unfall verwickelt sein, ist grundsätzlich die Versicherung zu informieren. Eine Informationspflicht ist in der Regel bei den Versicherungsunternehmen in den Bedingungen vermerkt.

Wenn Sie Unfallverursacher sind
Sollten Sie die Schuld an einem Autounfall tragen, informieren Sie umgehend Ihre Versicherung. Sie kümmert sich dann um das weitere Vorgehen. Vermeiden Sie Schuldeingeständnisse am Unfallort.

Wenn Sie nicht Unfallverursacher sind
In diesem Fall informieren Sie zunächst Ihre Versicherung und die des Unfallverursachers über den Autounfall. Das Versicherungsunternehmen des Unfallverursachers wird Ihnen die weiteren Schritte zur Regulierung Ihres Schadens mitteilen.

Sollte eine Verwarnung am Unfallort akzeptiert werden?
Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Es hängt immer vom jeweiligen Fall und den damit verbundenen Umständen ab.

Welche Fotos sollten gemacht werden?
Fotografieren Sie auf jeden Fall:

Beschädigungen an allen beteiligten Fahrzeugen
Spuren des Unfallhergangs
(z. B. Reifen- und Kratzspuren auf der Straße)
Ort des Unfalls
(falls möglich in verschiedenen Detailstufen, Perspektiven und Entfernungen)
Sicherheitshalber die Papiere des Unfallgegners
(besonders wenn der Fahrer nicht der Halter des PKW ist)
Welche Details sollte eine Unfall­skizze enthalten?
Es gibt keine fixen Vorgaben für eine Unfallskizze. Achten Sie darauf, dass alle eingezeichneten Elemente gut erkennbar und unmissverständlich gekennzeichnet sind. Zeichnen Sie alle beteiligten Fahrzeuge, die Lage und Art vorhandener Verkehrsschilder und Unfallspuren so, dass eine spätere Rekonstruktion des Autounfalls durch einen Dritten möglich ist.

Tipp: Nutzen Sie für Ihre Unfallskizze den Europäischen Unfallbericht.
Zum Download für Sie: Europäischer Unfallbericht als PDF

Was macht ein Gutachter?
Über die Art und Weise, wie ein Gutachter ein entsprechendes Gutachten nach einem Autounfall erstellt, kann man keine allgemeine Aussage treffen. In der Regel wird sich der Gutachter aber mit Ihnen in Verbindung setzen, um das Unfallauto zu begutachten.
Hierbei dokumentiert er sowohl die Ausstattung als auch den Schaden des Fahrzeugs. Er fertigt dabei alle notwendigen Fotos selbst an. Ebenso nimmt er im Allgemeinen eine Kalkulation des Schadens vor und gibt eine Einschätzung über den verbleibenden Wert des Fahrzeugs ab.

Was sollte bei Reisen ins Ausland vorab beachtet werden?
Bevor Sie Ihre Reise per Auto ins Ausland antreten, sollten Sie Ihre Versicherungsunterlagen durchsehen. Überprüfen Sie, für welche Länder Ihr bestehender Kfz-Schutz gültig ist (örtlicher Geltungsbereich).

Weitere wich­tige Dinge für die Auto­fahrt im Ausland:
Grüne Versicherungskarte
Für deutsche Autofahrer im europäischen Ausland ist sie zwar nicht mehr zwingend vorgeschrieben, aber es empfiehlt sich das Mitführen einer grünen Versicherungskarte. In einigen Ländern ist sie noch immer vorgeschrieben bzw. wird es besonders empfohlen, eine grüne Versicherungskarte bei sich zu haben. Bei diesen Ländern handelt es sich um Albanien, Andorra, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Estland, Lettland, Malta, Mazedonien, Polen, Rumänien, Serbien und Montenegro sowie Tschechien.

Die grüne Versicherungskarte ist kostenfrei bei Ihrem Versicherer erhältlich. Auf ihr sind alle wichtigen Informationen zur Ihrer Versicherung vermerkt. Dadurch kann eine Schadenabwicklung im Ausland erheblich vereinfacht werden.

Hier können Sie die Grüne Karte anfordern.

Europäischer Unfallbericht
Für Reisen im europäischen Ausland sollten Sie einen europäischen Unfallbericht mit sich führen. Am besten auch ein Exemplar in der Sprache des jeweiligen Urlaubslandes.

Schutzbrief
Ein Schutzbrief ist eine Ergänzung zu Ihrer Kfz Versicherung und bietet zusätzliche Hilfsmaßnahmen bei einem Autounfall. Falls Sie einen solchen Schutzbrief nicht ohnehin schon als Bestandteil Ihrer Autoversicherung haben, lohnt sich die Erweiterung um einen solchen Schutzbrief. So beinhalten die meisten Schutzbriefe zum Beispiel Pannenhilfe, Abschleppdienst, Ersatzteilversand oder den Fahrzeug-Rücktransport.

Was ist bei einem Unfall mit ausländischer Beteiligung zu beachten KFZ Gutachter?
1. Verursacher aus EU-Staat oder Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz
Die Schadenabwicklung erfolgt über einen Schadenregulierungs-Beauftragten der ausländischen Versicherung. Er ist in Deutschland ansässig und Sie können mit ihm in deutsch kommunizieren - unabhängig davon ob der Unfall in der EU oder einem Dritt-Staat verursacht wurde.

Sollte der Beauftragte KFZ Gutachter noch nicht bestellt sein oder reagiert nicht innerhalb von 3 Monaten, dann wird die deutsche Entschädigungsstelle Verkehrsopferhilfe tätig. Beachten Sie dabei, dass aber das Recht des Unfalllandes anwendbar bleibt, was sich auf den Entschädigungsumfang auswirken kann.

Wir empfehlen folgendes Vorgehen:
Den zuständigen Beauftragten erfahren Sie beim Zentralruf der Autoversicherer.

Wenn kein Beauftragter bestellt ist, kann der Schaden bei der Verkehrsopferhilfe KFZ Gutachter geltend gemacht werden. Diese ist auch Ansprechpartner, wenn das verantwortliche Fahrzeug bzw. der Versicherer nicht innerhalb von 2 Monaten nach dem Unfall ermittelt werden kann.

Ist der Beauftragte bestellt, dann melden Sie den Schaden bei ihm an. Erteilt dieser bzw. der von diesem vertretene Versicherer nicht innerhalb von 3 Monaten seit der Schadenmeldung eine mit Gründen versehene Antwort, kann der Schaden ebenfalls durch Einschaltung der Entschädigungsstelle weiterverfolgt werden.

Hinweis: Der Weg zur Entschädigungsstelle ist ausgeschlossen, wenn der Schaden direkt bei der ausländischen Haftpflichtversicherung geltend gemacht wurde, es sei denn, diese hat binnen 3 Monaten nicht mit einer Begründung geantwortet.

2. Verursacher aus einem anderen Staat
Wir empfehlen Ihnen einen Anwalt einzuschalten.
Die Schadenregulierung über eine ausländische Haftpflichtversicherung kann lange dauern und die Regulierungspraxis ist sehr unterschiedlich.

3. Unfall von Ihnen verschuldet oder es werden Ansprüche gegen Sie erhoben
Die Grüne Versicherungskarte dient als Nachweis, dass Ihr Fahrzeug haftpflichtversichert ist.

Hier können Sie die Grüne Karte anfordern.

Unfall im Inland mit ausländischer Beteiligung
Es gilt das Gleiche wie bei der oben beschriebenen Unfallsituation im Ausland.

 
Ansprüche werden nach einem Versicherungsfall entweder gegen den eigenen Versicherer (in der Kasko-, Unfall- und Autoschutzbriefversicherung) oder gegen den Haftpflichtversicherer des Unfallgegners geltend gemacht.
Zentralruf der KFZ-Versicherer
Zurück zur Inhaltsübersicht
Gegenüber dem Haftpflichtversicherer des Unfallgegners besteht ein Direktanspruch des Geschädigten KFZ Gutachter. Dieser kann sich zwar auch an den Halter oder Fahrer wenden, muss dies aber nicht tun. Ist der zuständige Versicherer nicht zu bekannt (etwa weil der Unfallgegner diesen selbst nicht kennt oder ihn nicht nennen will), kann er über den Zentralruf der Autoversicherer ermittelt werden KFZ Gutachter.
Der Zentralruf der Autoversicherer wird von der GDV Dienstleistungs GmbH und Co. KG betrieben und ist aus Deutschland unter der kostenfreien Rufnummer 0800 2502600 erreichbar. Aus dem Ausland kann er unter der Rufnummer +49(40) 300 330 300 erreicht werden.
Der Anrufer muss lediglich das Kennzeichen des Unfallgegners angeben, um den zuständigen Versicherer (bei Unfällen im Ausland auch den zuständigen Schadenbeauftragten) zu ermitteln. Die entsprechende Information wird anschließend per E-Mail versandt.  In der Datenbank sind alle Fahrzeuge erfasst, die innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes oder der Schweiz erfasst sind. Die Auskunft umfasst Name und Anschrift des Versicherers des schädigenden Fahrzeugs sowie den zuständigen Schadenbeauftragten, die Versicherungsnummer des Vertrags und ggf. das Ende des Versicherungsschutzes sowie Name und Anschrift des Fahrzeughalters.

 

 

Nachdem Sie den ersten Schock überwunden haben und wieder zu Hause sind, müssen Sie unverzüglich Ihre eigene Versicherung über den Unfall informieren.

Wahrheitspflicht
Ihre Angaben gegenüber Ihrer Versicherung müssen der Wahrheit entsprechen, ansonsten kann Ihre Haftpflichtversicherung einen Teil des an den Geschädigten gezahlten Schadensersatzes von Ihnen zurückfordern.
Bei der Teil- und Vollkaskoversicherung gehen Sie bei falschen Angaben gegenüber Ihrer Versicherung sogar das Risiko ein, dass diese überhaupt nicht zahlen muss.
Haftpflichtversicherung des Unfallgegners
Nach einem Unfall können Sie sich direkt an die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallbeteiligten wenden. Sie müssen also nicht darauf warten, bis der andere Unfallbeteiligte den Schaden seiner Versicherung meldet.

Informationen zum Gutachten nach einem Verkehrsunfall

KFZ Gutachter Bei einem Unfallschaden ist in der Regel ein Kfz-Gutachten nötig

Bei einem Unfallschaden ist in der Regel ein Kfz-Gutachten vom KFZ Gutachter nötig

Kfz-Gutachten des KFZ Gutachter dienen dem Schadennachweis im Verkehrsunfallbereich.

Der Textbeitrag informiert, …

  • dass Haftpflicht- und Kaskoschaden zu unterscheiden sind,
  • warum Geschädigte im Regelfall bei einem Unfallschaden ein Kfz-Gutachten vorlegen müssen,
  • warum Gerichte auf der Grundlage von Schadensgutachten entscheiden.
  • Wer beauftragt den Gutachter?
  • Welche Personen kommen als Unfallgutachter in Betracht?
  • Wie bewertet der Gutachter das Auto?
  • Warum Schadengutachten Grundlage der fiktiven Abrechnung sind.
  • Was kostet ein Gutachten für ein Auto?
  • Lassen sich Kfz-Gutachten anfechten?

Unterschied Haftpflichtfall/Kaskoschaden

Bei der fremdverschuldeten Beschädigung seines Fahrzeuges erhält der Geschädigte vom Unfallgegner und dessen Haftpflichtversicherung die zur Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands an seinem Fahrzeug erforderlichen Kosten bis zu maximal 30 Prozent über dem Wiederbeschaffungswert erstattet (Haftpflichtfall). Im Teilkasko- und im Vollkaskobereich erhält der Versicherungsnehmer seinen Fahrzeugschaden nur bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes ersetzt. Unterschiede ergeben sich, wenn Sachverständige mit einem Kfz-Gutachten beauftragt werden müssen.

Warum müssen Geschädigte im Regelfall bei einem Unfallschaden ein Gutachten vorlegen?

Das Schadengutachten vom KFZ Gutachter erstellt ein Kfz-Sachverständiger

Das Schadengutachten erstellt ein Kfz-Sachverständiger KFZ Gutachter

Wie es im Zivilrecht allgemein üblich ist, muss der Geschädigte beweisen, welchen Schaden er konkret erlitten hat. Der eigene Vortrag, das Fahrzeug sei beschädigt, genügt nicht, um einen zuverlässigen Nachweis zu führen. Der eigene Sachvortrag genügt insbesondere dann nicht, wenn der Unfallgegner den behaupteten Schaden bestreitet oder im Kaskofall ein Schaden KFZ Gutachter behauptet wird, der nicht ins Bild passt. Gerade in Verkehrsunfallsachen kommt es darauf an, ein bestimmtesSchadensbild dem konkreten Unfallgeschehen zuzuordnen und auszuschließen oder überhaupt einen Unfallhergang aufzuklären.

Da der Schadennachweis gerade in Verkehrsunfallsachen Sachkompetenz erfordert, muss regelmäßig für das Auto ein Gutachten durch einen Kfz-Sachverständigen erstellt werden. Haftpflichtversicherer machen ihre Entschädigungsleistung bei größeren Schäden immer von der Vorlage eines Gutachtens nach einem Unfall abhängig. Ist die Schuldfrage klar, erfolgt die Unfall-Abrechnung nach Gutachten. Lediglich bei Bagatellschäden von im Einzelfall bis zu 750 € im Haftpflichtfall und 2.000 € im Kaskobereich akzeptieren die Versicherer den Kostenvoranschlag einer Kfz-Werkstatt mit Fotografien des Schadens. Höhere Schäden erfordern ein Sachverständigengutachten.

Das Schadensgutachten ist auch als Wertgutachten zu verstehen, wenn es darum geht, den Wiederbeschaffungswert zu bestimmen.

Im Kaskobereich kann es vorteilhaft sein, wenn der Kfz-Halter sein Fahrzeug, unabhängig von der Schadenshöhe, in einer Vertragswerkstatt des Versicherers vorfährt und dort reparieren lässt. Die Feststellungen der Vertragswerkstatt werden dann meist als verbindlich und vertrauenswürdig anerkannt. Ein Kfz-Gutachten erübrigt sich. Teils sehen Kaskoversicherungsverträge die Werkstattbindung sogar ausdrücklich vor.

Gerichte entscheiden auf der Grundlage des Schadensgutachtens

Da der Verkehrsrichter im Streitfall eine Entscheidung treffen muss und nicht jeder Partei vorbehaltslos glauben kann, ist er gleichermaßen auf die Feststellungen eines Kfz-Unfall-Gutachters angewiesen. KFZ Gutachter Dabei ist das Gericht nicht verpflichtet, ein eigenes Kfz-Gutachten einzuholen. Vielmehr kann es sich mit der Vorlage des Schadensgutachtens eines Kfz-Sachverständigen durch den Geschädigten begnügen, zumindest solange nicht Anhaltspunkte für gravierende Mängel bestehen oder der Unfallgegner die Feststellungen des Unfallgutachters nicht bestreitet. Dann kann das Gericht vom Schadensgutachten des Geschädigten ausgehen.

Ein gerichtliches Gutachten gebietet sich auch dann, wenn der Unfallgegner ein eigenes Gutachten in Auftrag gab und dieses zu einem abweichenden Ergebnis führt.

Wer beauftragt den Gutachter?

Im Kaskobereich darf der Versicherungsnehmer nicht wie ein bei einem unverschuldeten Haftpflichtschadenfall zur Beweissicherung KFZ Gutachter selbständig ein kostenpflichtiges Sachverständigengutachten im Auftrag geben. Die Versicherungsverträge enthalten regelmäßig Klauseln, wonach Sachverständigengutachten nur bezahlt werden, wenn sie von der Versicherung in Auftrag gegeben werden.

Nicht immer darf KFZ Gutachter der Versicherungsnehmer den Gutachter selbst beauftragen

Nicht immer darf der Versicherungsnehmer den Gutachter selbst beauftragen

Hat der KFZ Gutachter Versicherer nach dem Autounfall den Gutachter beauftragt, ist der Ausgleich der Werkstattrechnung meist unproblematisch. Auch hier ist festzustellen, dass die Schadenskalkulation des Gutachters beim Autounfall nicht immer voll berücksichtigt wird. Teils werden andere Stundenverrechnungssätze in Ansatz gebracht, häufig fehlen zusätzliche Positionen, wie Ersatzteilpreisaufschläge oder Verbringungskosten. Präventiv sollten Werkstatt und Versicherungsnehmer das Gutachten für das Auto nebst Kosten überprüfen, um später nicht mit Kürzungen durch den Versicherer konfrontiert zu werden.

Im Haftpflichtfall darf der Versicherungsnehmer den Sachverständigen hingegen selbst aussuchen. Der Unfallgegner bzw. dessen Haftpflichtversicherung muss die Kosten für das Kfz-Gutachten erstatten. Auch dann, wenn die gegnerische Haftpflichtversicherung ein Sachverständigengutachten eingeholt hat, darf der Geschädigte noch immer einen Gutachter seines Vertrauens beauftragen, dessen Kosten der Haftpflichtversicherer übernehmen muss (KG VersR 1977, 229).

Welche Personen kommen als Unfallgutachter in Betracht?

Idealerweise ist der Unfallgutachter ein „öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“. Seine Feststellungen haben bei Versicherern und im Rechtsstreit vor Gericht einen besonders hohen Stellenwert. Ansonsten benötigt ein Sachverständiger keinen Nachweis seiner Qualifikation. Er ist nicht verpflichtet, einen Sachkundenachweis zu führen. Naturgemäß lassen sich die Feststellungen in einem Kfz-Gutachten weniger bestreiten, je qualifizierter sich eine Person als Sachverständiger ausweisen kann. Kommt es zum Rechtsstreit, kann der Sachverständige als sachverständiger Zeuge in der Gerichtsverhandlung befragt werden. Je sachverständiger er ist, desto glaubwürdiger ist seine Aussage.

Der Versicherungsnehmer sollte grundsätzlich einen Sachverständigen seines Vertrauens beauftragen. Auf den von der gegnerischen Haftpflichtversicherung gerne und oft mit Nachdruck benannten Sachverständigen braucht er sich nicht einzulassen. Allerdings darf dieser das beschädigte Fahrzeug in Augenschein nehmen und die im Gutachten für das Auto benannten Kosten beanstanden.

Wie bewertet der Gutachter das Auto?

Das von einem Kfz-Sachverständigen erstellte Schadengutachten spricht in der Regel folgende Aspekte an:

  • Beschreibung der technischen Daten des Unfallfahrzeuges
  • Sonderausstattung
  • Beschreibung der unfallbedingten Schäden am Fahrzeug
  • Dokumentation der Schäden durch Fotos
  • Bestimmung des Reparaturweges
  • Kalkulation der Reparaturkosten
  • Ermittlung der unfallbedingten Wertminderung
  • Angaben zu älteren nicht reparierten Schäden
  • Zeitdauer der Reparatur
  • Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges vor dem Unfall
  • Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit der Reparatur (Totalschaden)
  • Ermittlung des Fahrzeugrestwertes nach dem Unfall
  • Unfallbedingte Ausfallzeit

Aus der unfallbedingten Ausfallzeit berechnen sich die Ansprüche des Geschädigten für einen Mietwagen, oder falls er auf ein Ersatzfahrzeug verzichtet, eine Nutzungsausfallentschädigung.

Schadensgutachten ist Grundlage der fiktiven Abrechnung

Die Kosten für ein Unfallgutachten des KFZ Gutachter richten sich nach der Schadenhöhe

Die Kosten für ein Unfallgutachten richten sich nach der Schadenhöhe

Die Bedeutung eines Sachverständigengutachtens zeigt sich darin, dass die Feststellung der Schadenhöhe von der Durchführung der Reparatur abgekoppelt wird. Der Versicherungsnehmer kann sein Fahrzeug reparieren lassen, kann es aber auch im unreparierten Zustand belassen, es unrepariert nutzen, verkaufen oder beim Kauf eines anderen Fahrzeuges unrepariert in Zahlung geben (fiktive Schadenabrechnung). Die gegnerische Versicherung muss auf der Grundlage des im Kfz-Gutachten ermittelten Schadenbetrages die ermittelte Schadensumme bezahlen.

Was kostet ein Gutachten für ein Auto?

In Kaskoschadenbereich, in dem der Versicherer den Gutachter selbst beauftragt, zahlt der Versicherer auch die Kosten. Im Haftpflichtfall gehören die Sachverständigenkosten zu dem vom Schädiger zu ersetzenden Sachfolgeschaden. Der gegnerische Haftpflichtversicherer hat dessen Kosten zu übernehmen. Bagatellschäden bis ca. 750 € werden meist ohne Gutachten abgerechnet.

Die Frage, was kostet ein Unfallgutachten, beantwortet sich nach der Schadenhöhe und wird über Tabellen ermittelt. Je größer und komplexer der Schaden und damit die Schadenerfassung, desto höher das Honorar.

Standardmäßig ist mit einem absteigenden Prozentsatz in Abhängigkeit von der Schadenhöhe zu rechnen (35 % bei 1.000 € Schaden = 350 € Gutachterhonorar, 7 % bei 20.000 € = ca. 1.400 €).

Die Kosten für ein Kfz-Gutachten in besonders schwierigen Fällen rechnen Gutachter meist nach Stundenhonoraren ab.

Wann werden Gutachten beanstandet?

Der Unfallgegner kann das Kfz-Gutachten anfechten, wenn es der Geschädigte unterlassen hat, die Qualifikation des Sachverständigen zu überprüfen. Der Gegner braucht auch die Kosten eines unbrauchbaren und einseitigen Parteigutachtens nicht zu ersetzen, wenn im Kfz-Gutachten Schäden benannt werden, die nicht vorhanden sind oder nicht im Zusammenhang mit dem Unfallereignis stehen. Gleichfalls sind Sachverständigenkosten nicht zu ersetzen, wenn der Geschädigte die Nachbesichtigung durch einen Sachverständigen der gegnerischen Haftpflichtversicherung bewusst verhindert hat.